Österreichische Altstadt an einem Feiertag

Feiertage in Österreich 2026, 2027, 2028

Österreich hat dreizehn gesetzliche Feiertage – zwei mehr als Deutschland im Durchschnitt seiner Bundesländer, und alle dreizehn gelten im ganzen Bundesgebiet. Regionale Unterschiede wie in Deutschland gibt es beim Arbeitsrecht nicht: Was das Arbeitsruhegesetz aufzählt, ist in Wien genauso frei wie in Vorarlberg. Die Landespatrone, die viele Kalender als „Landesfeiertage“ führen, sind dagegen etwas anderes – dazu weiter unten.

Die dreizehn gesetzlichen Feiertage

Feiertag Anlass 2026 2027 2028
Neujahr Neujahr Do, 1. Jan. Fr, 1. Jan. Sa, 1. Jan.
Heilige Drei Könige Heilige Drei Könige Di, 6. Jan. Mi, 6. Jan. Do, 6. Jan.
Ostermontag Ostermontag Mo, 6. Apr. Mo, 29. März Mo, 17. Apr.
Staatsfeiertag Staatsfeiertag Fr, 1. Mai Sa, 1. Mai Mo, 1. Mai
Christi Himmelfahrt Christi Himmelfahrt Do, 14. Mai Do, 6. Mai Do, 25. Mai
Pfingstmontag Pfingstmontag Mo, 25. Mai Mo, 17. Mai Mo, 5. Juni
Fronleichnam Fronleichnam Do, 4. Juni Do, 27. Mai Do, 15. Juni
Mariä Himmelfahrt Mariä Himmelfahrt Sa, 15. Aug. So, 15. Aug. Di, 15. Aug.
Nationalfeiertag Nationalfeiertag Mo, 26. Okt. Di, 26. Okt. Do, 26. Okt.
Allerheiligen Allerheiligen So, 1. Nov. Mo, 1. Nov. Mi, 1. Nov.
Mariä Empfängnis Mariä Empfängnis Di, 8. Dez. Mi, 8. Dez. Fr, 8. Dez.
Christtag (1. Weihnachtstag) Christtag Fr, 25. Dez. Sa, 25. Dez. Mo, 25. Dez.
Stefanitag (2. Weihnachtstag) Stephanstag Sa, 26. Dez. So, 26. Dez. Di, 26. Dez.

2027 ist ein schwaches Jahr: Der Staatsfeiertag am 1. Mai fällt auf einen Samstag, Mariä Himmelfahrt auf einen Sonntag, Christtag und Stefanitag auf das Weihnachtswochenende. Vier der dreizehn Termine gehen damit verloren. Einen Ersatztag sieht das österreichische Recht nicht vor.

Fenstertage: die österreichische Rechnung

Was in Deutschland Brückentag heißt, ist in Österreich der Fenstertag – ein Arbeitstag, der zwischen Feiertag und Wochenende eingeklemmt ist. In vielen Betrieben und in fast allen Schulen ist er ohnehin frei. 2027 gibt es sechs davon:

Fenstertag 2027 Anlass Ergebnis
Montag, 4. Januar Neujahr am Freitag, 1. Januar Vier freie Tage; wer zusätzlich den 5. Januar nimmt, kommt bis Heilige Drei Könige am 6. Januar auf sechs
Dienstag, 30. März Ostermontag am 29. März Fünf freie Tage von Karfreitag bis Dienstag
Freitag, 7. Mai Christi Himmelfahrt am 6. Mai Vier freie Tage
Dienstag, 18. Mai Pfingstmontag am 17. Mai Vier freie Tage
Freitag, 28. Mai Fronleichnam am 27. Mai Vier freie Tage
Montag, 25. Oktober Nationalfeiertag am Dienstag, 26. Oktober Vier freie Tage

Die stärkste Kombination des Jahres liegt Ende Oktober: Der Nationalfeiertag fällt auf Dienstag, den 26. Oktober, Allerheiligen eine Woche später auf Montag, den 1. November. Wer den 25. Oktober und die vier Tage vom 27. bis 29. Oktober nimmt, also fünf Urlaubstage, hat vom 23. Oktober bis zum 1. November zehn Tage am Stück frei. Wie dieselben Wochen aus deutscher Sicht aussehen, steht unter Brückentage 2027; alle deutschen Termine unter Feiertage 2027.

Landespatrone: kein Feiertag im Sinne des Gesetzes

Jedes Bundesland hat einen Patron, dessen Tag oft als „Landesfeiertag“ bezeichnet wird. Arbeitsrechtlich ist er das nicht: Das Arbeitsruhegesetz kennt ihn nicht, ein Anspruch auf Freizeit besteht nicht. In der Praxis haben Landesbedienstete, Schulen und ein Teil der Betriebe frei – geregelt über Dienstrecht und Kollektivverträge.

Bundesland Landespatron Datum 2027
Steiermark, Tirol, Vorarlberg Hl. Josef 19. März Freitag
Oberösterreich Hl. Florian 4. Mai Dienstag
Salzburg Hl. Rupert 24. September Freitag
Kärnten Tag der Volksabstimmung 10. Oktober Sonntag
Burgenland Hl. Martin 11. November Donnerstag
Wien, Niederösterreich Hl. Leopold 15. November Montag

Der Kärntner 10. Oktober erinnert nicht an einen Heiligen, sondern an die Volksabstimmung von 1920, bei der sich der gemischtsprachige Süden des Landes für Österreich entschied. Er ist der einzige dieser Termine mit politischem statt kirchlichem Ursprung. Wer geschäftlich in Österreich zu tun hat, sollte diese Termine trotzdem im Kalender haben: An einem Landesfeiertag ist die Landesverwaltung nicht erreichbar, und Termine mit Behörden lassen sich dann nicht vereinbaren.

Der Karfreitag: ein Feiertag, den es so nicht mehr gibt

Bis 2018 war der Karfreitag in Österreich ein gesetzlicher Feiertag – allerdings nur für Angehörige der evangelischen Kirchen, der Altkatholiken und der Methodisten. Der Europäische Gerichtshof erklärte diese Regelung 2019 für diskriminierend. Die Bundesregierung schaffte den Feiertag daraufhin ganz ab und führte stattdessen den persönlichen Feiertag ein: Jede und jeder Beschäftigte darf einen Urlaubstag pro Jahr einseitig festlegen, ohne dass der Arbeitgeber zustimmen muss. Es bleibt aber ein Urlaubstag – der Karfreitag ist seither für niemanden mehr automatisch frei.

Feiertagsentgelt: was bei Arbeit am Feiertag gilt

Das österreichische Arbeitsruhegesetz ist für Beschäftigte großzügiger als das deutsche. Wer an einem Feiertag arbeitet, hat Anspruch auf das Feiertagsentgelt – also die Bezahlung, die ohne Arbeit angefallen wäre – und zusätzlich auf die Bezahlung der tatsächlich geleisteten Arbeit. Faktisch wird der Feiertag also doppelt vergütet, ohne dass es dafür eines Tarifvertrags bedürfte. In Deutschland gibt es dagegen nur einen Anspruch auf Ersatzruhe; ein Zuschlag ergibt sich erst aus Tarif- oder Arbeitsvertrag.

Der 24. und der 31. Dezember: die halben Tage

Heiliger Abend und Silvester sind in Österreich keine gesetzlichen Feiertage. Die meisten Kollektivverträge geben sie aber ganz oder halb frei; im Handel gilt traditionell Ladenschluss um 13 oder 14 Uhr. Wer an diesen Tagen einen Behördengang plant, sollte vorher anrufen – die Ämter sind meist geschlossen oder nur vormittags besetzt.

Was in Österreich an Feiertagen offen ist

  • Geschäfte: An gesetzlichen Feiertagen gilt das Öffnungszeitengesetz wie am Sonntag – der Einzelhandel bleibt geschlossen. Ausnahmen sind Bahnhofs- und Flughafenläden sowie Tankstellenshops, dazu Geschäfte in ausgewiesenen Tourismusorten.
  • Gastronomie: geöffnet und stark gebucht. Am 26. Oktober sind Ausflugslokale rund um Wien voll, weil der Nationalfeiertag traditionell für Wanderungen genutzt wird.
  • Skigebiete: Zwischen Weihnachten und Heilige Drei Könige gilt in Tirol und Salzburg Hochsaison. Der 6. Januar ist der Tag mit dem stärksten Rückreiseverkehr auf der Inntal- und der Tauernautobahn.
  • Verkehr: ÖBB und die städtischen Betriebe fahren nach Sonntagsfahrplan. Am 26. Oktober öffnet das Bundesheer seine Leistungsschau am Wiener Heldenplatz, große Teile der Ringstraße sind gesperrt.
  • Museen: Die Bundesmuseen – Kunsthistorisches, Albertina, Belvedere – öffnen an Feiertagen, geschlossen sind sie am 24. und 25. Dezember.

Häufige Fragen

Wie viele Feiertage hat Österreich 2027?

Dreizehn gesetzliche Feiertage, die im gesamten Bundesgebiet gelten. 2027 fallen allerdings vier davon auf ein Wochenende – der 1. Mai, Mariä Himmelfahrt sowie Christtag und Stefanitag –, sodass nur neun freie Werktage übrig bleiben.

Ist der Landesfeiertag in Österreich arbeitsfrei?

Nicht nach dem Arbeitsruhegesetz. Die Landespatrone sind keine gesetzlichen Feiertage; ob frei ist, ergibt sich aus Dienstrecht oder Kollektivvertrag. Schulen und Landesverwaltungen haben in der Regel geschlossen, Handel und Industrie arbeiten.

Was ist ein Fenstertag?

Ein Arbeitstag zwischen Feiertag und Wochenende – das österreichische Wort für Brückentag. 2027 sind das der 4. Januar, der 30. März, der 7. und 18. Mai, der 28. Mai und der 25. Oktober.

Ist der 24. Dezember in Österreich ein Feiertag?

Nein, Heiliger Abend ist kein gesetzlicher Feiertag. Die meisten Kollektivverträge stellen die Beschäftigten aber frei, im Handel schließen die Geschäfte um 13 oder 14 Uhr.

Wann ist der österreichische Nationalfeiertag 2027?

Am Dienstag, dem 26. Oktober 2027. Er erinnert an das Neutralitätsgesetz von 1955, das am Tag nach dem Abzug der letzten Besatzungssoldaten beschlossen wurde.

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Quellen: Rechtsinformationssystem des Bundes – Arbeitsruhegesetz · oesterreich.gv.at · Daten gegengeprüft mit der Bibliothek python-holidays · Letzte Prüfung: 8. September 2026 · Methodik · Redaktion